Mehr direkte Bürger-Beteiligung an der Energiewende

Mit mehr direkter Beteiligung der Bevölkerung an erneuerbare Energie-Projekten kann die Energiewende umgesetzt werden meint die Schweizerische Energiestiftung (SES). Sie hat die Energiepolitik in fünf europäischen Ländern untersucht und drei Vorschläge für die Schweiz ausgearbeitet.


Drei Vorschläge für die Schweiz

Als Fazit der Analysen von Dänemark, Deutschland, Österreich, Schottland (UK) und Wallonien (BE) leitet die Studie drei Vorschläge ab, welche die Beteiligungen von Bürger:innen und die Akzeptanz der Energiewende auch in der Schweiz erhöhen und somit die Energiewende beschleunigen können. Stossrichtungen, hinter den auch der Energie Hub Buttisholz stehen kann.

  1. Bei den derzeit eingesetzten Finanzierungsinstrumenten für erneuerbare Energien ist fehlende Planungs- und Investitionssicherheit ein zentrales Hindernis für die Entwicklung von Bürger:innnen-Beteiligungsprojekten. Ein schweizweit einheitlicher und langfristig garantierter Rückliefertarif für eingespeisten Strom aus kleinen und mittelgrossen Photovoltaikanlagen (< 500 Kilowatt) könnte hier Abhilfe verschaffen und damit den Ausbau befördern.

  2. Das Modell der «Zusammenschlüsse für den Eigenverbrauch» sollte erweitert werden, so dass Eigenverbrauch nicht nur am Ort der Produktion, sondern im gesamten lokalen Verteilnetz möglich ist. Dies schafft Anreize, verfügbare Flächen vollständig für Photovoltaikanlagen zu nutzen und die brachliegenden Potenziale optimal auszuschöpfen.

  3. Ähnlich wie in Dänemark sollte die Pflicht eingeführt werden, dass ein bestimmter Anteil des Eigentums neuer erneuerbare Energie-Anlagen – beispielsweise 20 Prozent – für Investitionen von Anwohner:innen und Standortgemeinden geöffnet werden. Damit kann die Bevölkerung besser eingebunden werden, was die Akzeptanz – gerade bei Windkraftprojekten – verbessern kann.

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